Der richtige Umgang mit der Zeit

Im letzten Jahr beschäftigten wir uns im Religionsunterricht mit dem Thema Glauben. Als kreatives Element bekamen wir den Auftrag in Partnerarbeit einen Kurzfilm zu erstellen, der den Glauben in irgendeiner Weise darstellt, zu der Umsetzung erhielten wir keine Vorgaben. Meine Freundin und ich haben uns daraufhin zusammengesetzt und zu zweit einen Kurzfilm mit Playmobilmenschen erstellt. Wir haben uns entschieden den Film aus einer schnellen Abfolge von Fotos entstehen zu lassen anstatt Filmsequenzen, da solche mit Playmobilfiguren nicht einfach zu drehen sind. Parallel zum Religionsunterricht haben wir in Latein Seneca übersetzt und seine „Epistulae Morales“, den richtigen Umgang mit der Zeit, was uns auf unser Thema brachte. Wir haben uns darüber unterhalten, dass viele Menschen das, was sie haben, nicht schätzen und oft das Wichtigste vergessen. Unser Film handelt also von einem Mann, der im Alltagsstress völlig untergeht, bis er schließlich einen Verkehrsunfall baut, da er in seinem Stress eine Keksdose direkt vor die Windschutzscheibe stellt und die Straße nicht mehr richtig sehen kann. Er wird tödlich verletzt, doch Gott gibt ihm die Chance sein Leben in seinen Spuren noch einmal zu gehen. Der Mann beschließt diese zweite Chance zu nutzen und nimmt sich mehr Zeit. Auf einmal erscheint ihm die Welt viel bunter, er nimmt viele Details war, die ihm vorher nicht aufgefallen waren, bis er schließlich sogar die spätere Liebe seines Lebens kennenlernt. Um diese Situation noch zu untermalen, haben wir im Internet und in Büchern nach Zitaten gesucht und diese hinzugefügt. Besonders viel Mühe haben wir uns auch mit der Musik gegeben, die am Anfang laut und agressiv klingt, und letztendlich mit einer melodischen Version von Hallelujah ausklingt.
Meine Freundin Hannah Hafkemeyer und ich kennen uns schon sehr lange und gerade im Religionsunterricht haben wir schon viele tolle Projekte auf die Beine gestellt (unter anderem auch einen Flyer zum Thema „Glauben“). Die Arbeit an dem Projekt hat uns unheimlich viel Spaß gemacht. Nachdem wir uns die Geschichte zusammen ausgedacht hatten, bauten wir die verschiedenen Szenen aus Playmobil auf. Danach machte Hannah die Fotos, während ich diese direkt hintereinander geschnitten habe und die Musik drunter gelegt habe. Am Ende haben wir zusammen den Feinschliff gemacht – und fertig. Die Präsentation vor der Klasse war ein voller Erfolg, wir erhielten eine 1 „mit noch mehr Tendenz nach oben“. Als wir von diesem Projekt erfuhren, war uns direkt klar, dass wir unseren Film auch einreichen wollen. Wir bewerben uns aufgrund der Länge unseres Films zwar in der Kategorie der Filmemacher, wollen aber gerne darauf hinweisen, dass wir aufgrund der uns zur Verfügung stehenden Programme nicht richtig professionell arbeiten konnten, beispielsweise sind wenige Fotos nicht 100% scharf, wir bitten um Verständnis. Weiterführend stellten wir unser Projekt auch einem in Münster ansässigen Verein, dem Verein katholischer Lehrerinnen, vor und erhielten viel Lob.
Ganz liebe Grüße aus Münster (Westf),
Rabea und Hannah (beide 16)

PS: Nicht wundern, dass die ersten Sekunden nur Black Screen sind, ist gewollt :)

Profilbild von Rabea Pöppelmann
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